Väter KÖNNEN ihre Kinder nicht richtig anziehen…

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Ich treffe Klaus. Zufällig. Beim Einkaufen, sein jüngerer Sohn begleitet ihn. Hübsch warm eingepackt trottet er hinter seinem Vater her. Klaus ist über 50 sieht aber aus wie über 40. Gepflegt, seine grüne Army-Jacke harmoniert gut mit seinem schwarzen Pulli, … Weiterlesen

Wer hat das Bier erfunden?

Ostern steht vor der Tür.

Ich weiß gar nicht, wie in Ethik damit umgegangen wird. Eigentlich komisch, dass Mann sein Kind von dem einen Unterricht ausnimmt, und in was anderes rein steckt – aber gar nicht weiß, was die da so tun. Den Unterschied zwischen den christlichen Richtungen jedenfalls ist auch für Tarzanstochter zu abstrakt. Immerhin weiß sie, dass der Rumäne bei den griechisch-orthodoxen lernt, der Grieche auch, und Stella – ja wo kommt eigentlich Stella her? Wars nicht Irak? Den Unterschied zwischen evangelisch und katholisch konnte ich jetzt auf Anhieb auch nicht so vermitteln (vielleicht so: Die Evangeln sollen immer viel arbeiten, die Katholen haben das Bier erfunden?) Weiterlesen

Kiitos für die Hausaufgaben

Das Problem sah ich bereits vor Jahren, genau genommen kurz nach der Geburt, auf mich zu kommen. Die Hausaufgaben. Klar sagen heute die Pädagogen zu Recht, ein Kind müsse vor allem in der Grundschule in der Lage sein, die Hausaufgaben alleine zu schaffen. Eltern sollten nix verbessern, damit auch die staatlich geprüfte Lehrkraft sieht, auf welchem Niveau das Kinde so agiert, und ggf. die Eltern in der Sprechstunde (so sie denn kommen) rund machen kann, weil das Kind das nicht kann, was es von alleine können sollte.

Soweit die Theorie. Weiterlesen

Mein Leben als Zauberer II

Bei J. entschuldige ich mich schon mal. Ich finde das gehört sich so, wenn man ihm eine Woche Urlaub versaut. Und ich glaube, das habe ich getan.

J. erzählte mir kürzlich, als wir in einem „fishy“ Etablissement waren – das fishy stammte von der Frau es dritten Mitrinkers. Ich finde es für Männer nicht so ungewöhnlich sich in einer Hotelbar zu treffen. Zumal in es in erster Linie ein Erkundungsbesuch sein sollte. Ich wollte wissen, ob sich dort gelangweilte Messebesucher tummelten, die, gierig auf ein bisschen, bloß ein bisschen Abwechslung, einem Tischzauberer zujubeln würden. Weiterlesen

Mein Leben als Zauberer I

„Verdienen Sie damit Ihr Geld?“ Diese Frage gehört schon zu besseren. Oft wird gefragt: „Kommen Sie zum Geburtstag meines Sohnes?“ oder „Zersägen Sie auch Jungfrauen?“ Ab und an kommt die Zusatzfrage, ob es Jungfrauen überhaupt noch gibt, höhöhö. Aber – immerhin.

Kürzlich saß ich ne ganze Zeit mit vielen anderen in einem Etablissement fest. Alle freuten sich allabendlich über Zerstreuung. Die einen spielten anspruchsvolle Kartenspiele wie Uno, die anderen guckten Fußball (wenns denn kam) und drohten dem Meist-Kommentierer vorsorglich Prügel an, sollte er das nächste Spiel wieder so viel kommentieren, was der Kommentator kommentierte. Weiterlesen

Die Ahnen-Reihe führt zum Ikea-Bröt

Neulich las ich ein Buch in dem erklärt war, wie großartig es ist, dass ich geboren wurde.
Was natürlich stimmt.

Aber gemeint war nicht ich, sondern der Leser dieses Buches als solcher.

Also ist es toll, das ne ganze Reihe von Leuten geboren wurde, auch ich, weil ich das Buch gelesen hab. Das heißt, nicht weil ich das Buch gelesen hab. Das macht mich bzw. den Leser nicht zu etwas besonderem, sondern die Tatsache, dass es eine schier endlose Ahnenreihe (an deren momentanem Ende ich stehe) geschafft hat mindestens bis zur Geschlechtsreife und zur folgenden Zeugung eines anderen Ahnen von mir zu überleben. Wenn man sich das menschliche Leben so in den letzten sagen wir tausend Jahren ansieht eine wirklich nicht zu unterschätzenden Leistung.

Danke Ahnen.

Wie ich da jetzt so drauf komme? Wegen des Ikea-Brotes. Das ist ein Brot, dessen Name nicht etwa Bökör lautet, sondern Brötmix. Das fand kürzlich beim Versuch 100 Teelichter ohne Hotdog zu kaufen seinen Weg in den Einkaufswagen. Weiterlesen

Auch die Einsamen dieser Welt sind nicht mehr wie früher

Die Welt ist unübersichtlich geworden, heute, anders als früher.

Ich verstehe nicht, wie eine Nation offenbar aus Versehen aus einem Staatenbund austeigen kann, ob Griechenland nun so oder so gerettet wird – oder gar nicht, und wenn ja von wem, ob die Polkappen schmelzen, mein mühsam abgespültes Plastik wieder verwendet oder im Heizkraftwerk verbrannt wird. Weiterlesen

Wo es laufen sollte, tröpfelt es …

Neulich zeigt mir die Kaffeemaschine, – einer modernen Kristallkugel gleich – was uns alle im Alter erwartet: Wo es rauslaufen sollte, tröpfelte es, hinten war es nicht dicht, sondern lief es raus.

Nun bin ich der Maschine gegenüber ja bereits … nun … kritisch eingestellt: Immerhin versprach sie glänzend nie dagewesene Vielfalt und Genuss.  Bald aber schon war Tarzanstochtermutter der Meinung, die Maschinen aller Freunde produziere stets besseren Cappucino mit schmackhafterem Milchschaum und hübscheren Farbschichten im Glas (das wir gar nicht als Trinkbehälter nutzen). Weiterlesen

Ich roch das Gras der Allianz Arena!

Ich roch das Gras der Allianz Arena! In diesem Augenblick wusste ich, es sind GUTE Karten. Ok, genaugenommen wusste ich das schon vorher, weil sie ihren Preis hatten,  und jeder dem ich davon erzählte (Block 124. Reihe 3) irgendetwas sagte wie „Huiii!“ oder „Bonzenplätze!“ oder so. Aber wenn ich da so sitze und das Gras riechen, dann ist das doch etwas anderes, als wenn irgendwer „Huiii“ sagt.

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