Allerorten Mikroben

Hongkong hat eine Ubahn. In der Hongkonger Ubahn untersuchten Forscher, welche Viren, Bakterien und Pilze so tagtäglich an den Haltestangen (nicht Haltestellen, -stangen!) unterwegs sind. Freiwillige fuhren morgens und abends eine halbe Stunde Ubahn, hielten sich immer gut fest und reichten anschließend ihre Hände zum Abstrich. Zumindest die, die noch konnten.

Bisher hielt ich ja die Führungsstangen der Einkaufswagen für das grässlichste, was sich der Mitteleuropäer antun kann. Deshalb trage ich ja gerne beim Einkaufen Latexhandschuh. Das irritiert zwar den ein oder anderen, vor allem weil ich des Feinstaubes wegen auch mit einer Atemmaske unterwegs bin. Gut, ich hätte nicht die mit dem Totenkopf-Motiv nehmen müssen. Andererseits macht das halt auch auf der Problem aufmerksam. Nun aber zu den Stangen. Wir Männer sind ja dankbar, dass wir im Stehen pinkeln können. Was Mann so hört bauen Frauen ja ganz Schutzwälle auf, um auf öffentlichen Toiletten

Halten 1000 von Menschen ihre Hände an die Stangen kann es schon mal sein, das die Mikroben da auch kleben. Immer hin sollen auf der Haut pro Quadratzentimeter bis zu 10 000 Mikroorganismen leben. Greift der nächste zu hat ers halt an der Backe, bzw an der Handfläche.  Da kann er die Hände an den Haltestangen der Lebensmittelgeschäfte abwischen, so werden sie fast sauber.

Im Darm übrigens  soll es gar 100 Billionen verschiedene Mikroorganismen geben. In Ziffern: 100.000.000.000.000. Einerseits verspüre ich ja durchaus Dankbarkeit für die Natur; hätte sie eingerichtet, dass wir uns mit dem Darm festhalten, was würde dann in der Studie stehen?

Allerdings kommen Fragen auf: Wer zählt die Mikroben? Ist er noch dabei? Was tut der arme Mensch, wenn er sich verzählt?  Etwa bei 986 739 658 112 985? Nochmal anfangen? Woher weiß der Mensch, dass sich Mikrobe sagen wir mit der Zählnummer „3“ und die mit der „32.498.945.887.345“  von einander unterscheiden? Gibt es ein großes Verzeichnis, in der jede der Mikroben kurz beschrieben ist, vielleicht sogar mit Foto? Wenn nur jede Mikrobe in Microschrift erklärt ist bräuchte das Werk sicher 500.000.000.000 Seiten. Kann man sich das so vorstellen, das zwei Forscher mit einander reden, und dem einen einfällt, das auf Seite vierhundertmillionendreihundertvierundachtzigtausendfüfnhundertsiebzehn ein Rechtschreibfehler ist? Oder liegen wesentliche Teile dieses epochalen Werkes noch im Drucker? Egal.

Am Ende der Hongkonger Studie stand die Erkenntnis, dass an den Haltestangen das übliche auch auf der Haut auftretende Mikroorganismen-Gemisch unterwegs war, manchmal auch Pilze und Bakterien, ab und an was Fieses.

Nun.

 Dazu fiel auf, das die meisten Mikroben schwarz fuhren.

Immerhin.

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