Kiitos für die Hausaufgaben

Das Problem sah ich bereits vor Jahren, genau genommen kurz nach der Geburt, auf mich zu kommen. Die Hausaufgaben. Klar sagen heute die Pädagogen zu Recht, ein Kind müsse vor allem in der Grundschule in der Lage sein, die Hausaufgaben alleine zu schaffen. Eltern sollten nix verbessern, damit auch die staatlich geprüfte Lehrkraft sieht, auf welchem Niveau das Kinde so agiert, und ggf. die Eltern in der Sprechstunde (so sie denn kommen) rund machen kann, weil das Kind das nicht kann, was es von alleine können sollte.

Soweit die Theorie. Weiterlesen

Mein Leben als Zauberer II

Bei J. entschuldige ich mich schon mal. Ich finde das gehört sich so, wenn man ihm eine Woche Urlaub versaut. Und ich glaube, das habe ich getan.

J. erzählte mir kürzlich, als wir in einem „fishy“ Etablissement waren – das fishy stammte von der Frau es dritten Mitrinkers. Ich finde es für Männer nicht so ungewöhnlich sich in einer Hotelbar zu treffen. Zumal in es in erster Linie ein Erkundungsbesuch sein sollte. Ich wollte wissen, ob sich dort gelangweilte Messebesucher tummelten, die, gierig auf ein bisschen, bloß ein bisschen Abwechslung, einem Tischzauberer zujubeln würden. Weiterlesen

Mein Leben als Zauberer I

„Verdienen Sie damit Ihr Geld?“ Diese Frage gehört schon zu besseren. Oft wird gefragt: „Kommen Sie zum Geburtstag meines Sohnes?“ oder „Zersägen Sie auch Jungfrauen?“ Ab und an kommt die Zusatzfrage, ob es Jungfrauen überhaupt noch gibt, höhöhö. Aber – immerhin.

Kürzlich saß ich ne ganze Zeit mit vielen anderen in einem Etablissement fest. Alle freuten sich allabendlich über Zerstreuung. Die einen spielten anspruchsvolle Kartenspiele wie Uno, die anderen guckten Fußball (wenns denn kam) und drohten dem Meist-Kommentierer vorsorglich Prügel an, sollte er das nächste Spiel wieder so viel kommentieren, was der Kommentator kommentierte. Weiterlesen

Die Ahnen-Reihe führt zum Ikea-Bröt

Neulich las ich ein Buch in dem erklärt war, wie großartig es ist, dass ich geboren wurde.
Was natürlich stimmt.

Aber gemeint war nicht ich, sondern der Leser dieses Buches als solcher.

Also ist es toll, das ne ganze Reihe von Leuten geboren wurde, auch ich, weil ich das Buch gelesen hab. Das heißt, nicht weil ich das Buch gelesen hab. Das macht mich bzw. den Leser nicht zu etwas besonderem, sondern die Tatsache, dass es eine schier endlose Ahnenreihe (an deren momentanem Ende ich stehe) geschafft hat mindestens bis zur Geschlechtsreife und zur folgenden Zeugung eines anderen Ahnen von mir zu überleben. Wenn man sich das menschliche Leben so in den letzten sagen wir tausend Jahren ansieht eine wirklich nicht zu unterschätzenden Leistung.

Danke Ahnen.

Wie ich da jetzt so drauf komme? Wegen des Ikea-Brotes. Das ist ein Brot, dessen Name nicht etwa Bökör lautet, sondern Brötmix. Das fand kürzlich beim Versuch 100 Teelichter ohne Hotdog zu kaufen seinen Weg in den Einkaufswagen. Weiterlesen