Dapappa

Dapappa. Im Kreißsaal und davor ist der Kindsvater schlicht „Dapappa“. Wer auch immer und was auch immer von Dir will: Du wirst nicht mehr mit einem Namen angesprochen, sondern mit einem schlichten und praktisch stets und auf alle und sowieso in Gruppen unruhig herumstehende, hibbelnde, ehemals rauchende Männer passenden „Dapappa“.

„Dapappa schiebt da jetzt mal das Bett“. „Dapappa hält mal den Tropf solange die Liebste eben kurz auf Klo geht“. Später dann schon „Dapappa nimmt jetzt mal sein Kind“.

Zugegebenerweise hast du jetzt ein anderes Problem, als die nette adrette Krankenschwester oder Hebamme darauf hinzuweisen dass du nicht der Herr Dapappa bist, sondern Christoph-Friedrich Müller-Lüdenscheidt und schon in der vierten Generation alle männlichen Nachfahren Friedrich hießen.

In der vierten Generation!

Und da das Balg in ihrem Arm offensichtlich auch ein Junge ist eben drum Friedrich-Johannes heißen wird. Und nicht Karl Theodor. Und damit der Name Friedrich in die FÜNFTE GENERATION übergeht!  Das muss mann sich mal vorstellen. Und das hast Du ganz allein geschafft. Oder jedenfalls so gut wie alleine.

Ach, das ist kein Junge?
Ach, das ist die Nabelschnur?
Na gut, dann heißt sie eben doch Anna.

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