Dash-Cams machen die linke Spur frei

Kennt noch jemand Super-8-Filme? Fürsorgliche Familien-Väter nahmen vor 40 Jahren mit einer wackeligen Handkamera alles auf, was der Nachwelt wirklich erhalten werden musste: Hochzeit, Kindergeburtstag, Erstkommunion. Im Anschluss versammelten sich Angehörige und andere Menschen, die nicht rechtzeitig fliehen konnten, um die Wunderwerke der Regie zu würdigen.

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Wie ich einen Grillkuchen buk und warum Frauen nicht auf den Mond gelandet sind.

Ok. Ich buk den Grillkuchen nicht wirklich. Aber darauf kommt es auch nicht an. Ich habe es versucht. Das zählt.

Und das kam so. Derzeit muss/darf/werde ich meine Ernährung weg vom Fleisch hin zum vegetarischen umstellen. Schlimm genug. Weiterlesen

„Die da waren, die sind auch schon tot!“

Nein, das war kein Gespräch mit Tarzanstochter über „Pflanzen vs Zombies“. Oder die Vampire Diarys oder über Rituale der Grufties auf Friedhöfen. Es ging um die Konfirmation meines Neffen, die er selbstredend aus tiefen inneren Beweggründen über sich hat ergehen lassen, aus einer Art Einsicht heraus, er wollte das Versprechen seiner Eltern, das die bei der Taufe der Kirche (oder Gott? oder dem Pfarrer?) gegeben hatten, erneuern.

Das hatte nix mit den Geschenken zu tun, die er bekam, also dem Geld. Das hätte er auch so bekommen, versicherten seine Eltern, vielleicht in einer Art Jugendweihe, wer weiss das schon? Weiterlesen

Der Beweis: Männer stammen vom Affen ab

Wir suchen im Internet nach einem Feriendomizil für die Sommerferien; spät genug. Es ist eh schwierig, wir wollen nicht schon wieder nach Italien. Ursprünglich wollten wir mit dem Wohnmobil nach Südfrankreich tuckern. Immerhin könnten wir jetzt gut ein Wohnmobil 2021 buchen. Für diesen Sommer sieht es eher mau aus. Dann schauen wir nach Kroatien, ganz in den Süden, 12 Stunden fahrt? Nie im Leben, doch lieber wieder Gardasee (oh weh), trudelten erst über Südfrankreich (wo kann man da überhaupt hinfahren?), über die Bretagne (auch 12 Stunden Fahrt?!) wieder zurück nach Kroatien. Weiterlesen

Scheiß auf die Verträge

Es ist Donnerstag, ich habe morgen frei, ein Besuch in der Zünftigen Wirtin steht an. Das ist ein kleiner Stehpup ums Haus, da wo sich auf ein kurzes Bier (manche auf ein längeres, oder mehrere längere, oder sogar ganz viele Biere) Vor allem Männern treffen, die kein Zuhause haben.

Wir sind da auch manchmal, wir Väter, obwohl wir ein Zuhause haben. Hier gibt es eben noch lokales Bier, einfach Bier, Filterkaffee, und ne Bohnensuppe. Dinge, die es in der Stadt kaum noch gibt. Da muss allein die Kaffee-Bestellung durchdacht sein, politisch korrekt, fehlerfrei. Sonst gibt es kein Wunderwerk an fairem Grundstoff angereichert mit diversen weltoffenen Aromen und milchartigen Flüssigkeiten, die das allgegenwärtige, schlechte Gewissen runterspülen sollen. Angeboten im einem verrückten irdenen Topf. Weiterlesen

Pausenbrote – der reinste Horror

Wir saßen in Nics Keller.

Wir sitzen da ab und an. Männer haben ja heute nicht mehr so viele Refugien. Das Wohnzimmer ist fest in der Hand der Frauen, die Kinderzimmer sowieso tabu, Kneipen und Kaschemmen nicht mehr so verfügbar. Also hat Nic in seinem Keller eine Werkstatt eingerichtet, mit allem: Werkbank, Werkzeug-Wand mit aufgemalten Silhouetten, Heizlüfter für den Winter, eine echte alte Stereoanlage mit Cassetten-Deck, zwei Poster (höhöhö), zwei Barhocker, so Sachen.

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Väter können alles, auch Mathehausaufgabe gemeinsam lösen: von -X en, Parallelverschiebungen und anderen Termen

Im Grunde können Väter alles, und machen auch alles mit ihren Kindern: Roller fahren (also Vespa!), hohe Berge besteigen weit rausschwimmen, finstere Gruselmuseen bssuchen, so Sachen.

Mütter dagegen machen gern die sicheren Sachen, geübt, bekannt: Kochen, Malen, Nähen.

Daher wendet sich Tarzanstochter bei schwierigen, herausfordernden Dingen gern an mich: „Papaaaa, hilfts du miiiirr?“

Matheschulaufgabe steht an, Tarzanstochter will lernen, üben. Terme! Ungleichungen! Parallelverschiebung! Weiterlesen

Meditieren in der Hofpfisterei

Ich bin auf dem Weg zur Hofpfisterei. Die haben so tolles Brot sagen alle, also gehen wir da auch hin. Früher meist zufällig, jetzt bewusst, geradezu achtsam versuche ich kurz vor 17 Uhr in der Filiale am Eck zu sein. Da gibt es nicht nur das gute Brot, sondern auch dazu gratis  …

„Hey!“ Weiterlesen

Wie kann das passieren?

Geht da einer runter und hängt Schlösser an Zäune? Klaut das Rad, lässt das Schloss als trimuphales Zeichen zurück? Empfindet es als zuviel Balast?

Oder sind dich zwei Namen eingraviert, hier angebracht auf ewig (oder zumindest bis die Stadt dem ein Ende setzt), am Ort des ersten zarten Kusses?

Rätsel über Rätsel…

Was Münchens Rolltreppen mit dem Seehoferschen Grenzschutz und Aberglauben zu tun hat

In Bayern ist ja vieles anders als im Rest der Welt. Zum Beispiel gibt es nur in Bayern diese Polizeitruppe, die an den Grenzen Flüchtlinge abfangen soll.
Das ist wirklich interessant, denn an sich ist das die Arbeit der dort bereits stationierten Bundespolizei, die bis vor Kurzem noch „Grenzschutz“ hieß – vermutlich allein um den Bayern klar zu machen, was diese Truppe so den ganzen Tag tut. Kaum heißen sie anders, geht schon der Kuddelmuddel los.

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